Kopfherzmensch

Stille. Ein Schweigen mehr als Worte.

Ein Gefühl im Bauch.

Da war es wieder. Ein Gefühl im Bauch. Bunt gemalt auf altem Holz. Auf alten Dingen. Wieder und wieder. Strich über Strich. Bis es trocknet und erneut abbricht. Spitzen die bleiben, ungewollt. Ecken und Kanten. Hier und da neue Elemente, die nie sein sollten. Es ist da. Das Gefühl im Bauch, das nie sein sollte. 

Es trägt sich hinaus in die Nacht und wird zu einem anderem. Anderem Gefühl. Verfälscht im Handeln. Zerbreche die Dinge um mich. Werfe es alles gegen die Wand. Verstummte Wut brennt auf meinen Lippen, doch ich finde keine Worte. Keinen Adressaten. Verachtung überall. Doch kein Ziel mehr. Nie gehabt. Nicht einmal danach gesucht. Wahrheit brennt sich klein durch mein Herz. 

Dann ist alles eingewickelt in Watte. Alles öde und matt. Wut glimmt noch, Enttäuschung fliegt in der Asche. Wieder nichts geschafft, mich wieder nicht erkannt. Blind durch die Welt. Sammle die Scherben der vergessenen Nacht wieder auf und stelle alles zurück an seinen Platz. Der Rest muss gehen. Wieder was neues kaufen. Wieder die leeren Ecken ausfüllen. Vergessen sein. Nichts von Bedeutung. 

Was blieb

Was blieb sind Sterne und Planeten.
Finsternis und ein bisschen Regen.
Hier und da shoppen, ein wenig Leben.
Arbeiten gehen, Freunde treffen
und am Ende von Allem nur ein bisschen verstehen.

Zwischen den Lichtern gefangen. 
Großstadtliebe nie gehabt, 
Dem Glück so greifbar nahe,
irgendwer hat sie vor mir weg geschnappt.
Alles Mythen, nichts das echtes, 
warum merken wir Schmerz erst, wenn alles weg ist?

Ein wenig Staub und Unrat das bleibt. 
Suche nach irgendwas,
bis die Haut am trockenem Holz aufreibt. 
Ungewollte Narben hinterlassen Spuren.
Lass alles laufen, keine Angst mehr vor’m verbluten.


Inspiration: 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=K7dgv3vWNpQ

Kaputte Liebe

In einem verzierten Spiegel sah ich dich. Eine Kontur so unsterblich schön. Ästhetik neu geschrieben. Neu erklärt, doch bis heute nicht verstanden. Bild im Spiegel. Als ich dir näher kam, spürte ich deine Nähe nicht. Fingerkuppen schmieren auf deinem Abbild. Hinterlassen tückische Spuren. Verlangen und Ablehnung spiegeln sich auf dir wieder. Ich fasse dich an, aber du bleibst kalt. Verschwindest, wenn ich gehe. Aber blickst mich an, wenn ich den eigenen Blick nicht mehr heben kann. Bild im Spiegel. Du bist so schön, aber so unnahbar. Ich fasse dich an, und du blickst nicht mehr zurück. 

In meinen Gedanken fahre ich deinen Körper hinab. Lehre mich selbst deine Karten, Wirren und Gänge. Doch verlaufe mich wieder und wieder. Blicke ich zu dir, vergesse ich. Zwischen dir liegt nichts. Meer aus Federn. Deine Reflektion blendet mich, auch wenn du nur im Schatten stehst. Unscheinbar. Verschwunden. Bild im Spiegel, wie oft hab ich dich verleugnet, aber doch so sehr geliebt. Bild im Spiegel - ich kann mich selbst nicht sehen. 

Oeffnen und schließen

Ein weicher Sessel. Eingesessen. Bequem und bekannt. Die Lamellen der Polsterung sind ein feines Reiben auf der Hautfläche. Die Haut, wie sie knistert, wenn sie an dem Stoff der Armlehne entlang reibt. In diesem Möbelstück liegt ein Duft alter Zeiten.

Der Rauch wölbt sich empor. Ein Ausstoßen. In ferner Zeit dann nur noch ein Nebelhang im Raum. Weiht ein. Schwebt fast still in diesem Raum. Flüsternd, wandernd. Kennt bald jeden Winkel, bis er sich genug mit der Atemluft gepaart, dann verschwunden ist. Es wird nur noch der schwere und stickige Geruch davon übrig bleiben. 

Neben dem Aschenbecher gesellen sich kleine Aschekuppen. Sie ähneln ferner Bergen, oder abgerissenen Baumrinden von alten, verstorbenen Bäumen. Ein Finger wischt die Kuppen glatt. Schwarz präsentiert sich das Ergebnis. Die Überreste in den Fingern gerieben, ergibt einen gelblichen Geruch. Kein Anzeichen einer sonnigeren Herkunft. Nur noch ein wage gemessener Moment. 

Der Raum ist durch die Vorhänge vor dem lästigem Licht geschützt. Die Sonne, die sich durch die grünen Vorhänge quält wirkt matt und müde. Abgekämpft fast. Nur von hier aus ist der direkte Blick zu ihr möglich. Lange wärt der Blick. Die Sonne wirft einen seichten Schein um sich. Fast milchig. An dein Seiten hin schon abgerieben. Es wirkt, als driftet alles um sie herum ab. 

In mir reißt sich alles zusammen, als ein lautes Klopfen den Ort der hölzernen Eingangstür kund gibt. Ein zögern. Stille. Atem anhalten. Zeit verstreicht, ein leichtes zittern des Schrecks wirrt noch durch die Magengrube. Nicht atmen. Wieder hämmert ein wohl schwerer Arm mit sattem Hieb gegen das Holz. Holztüren haben, je nach Holzart, einen unterschiedlichen Klang. Diese hier klingt hohl. Es macht schon beinahe keine Freude, dem Klang überhaupt auch nur irgendeine Aufmerksamkeit zu schenken. 

Die Partei der anderen Seite scheint dies jedoch herzlich wenig zu kümmern. In mir nagt die Unlust. Zweifel und Zerstreutheit machen sich breit. Eben war ich noch ganz in diesem Zimmer aufgelöst. Jetzt mühe ich mich des Sammelns der Einzelteile. Ich kann nicht so schnell. Es klopft erneut. Das Zimmer scheint schwer in diesem Haus zu hängen. Fraglich, ob es überhaupt noch Teil dieses Gebäudes ist. In ihm brütet der Eiter. Ein schweres Abszess. Bereit, für immer hinaus geschnitten zu werden. 

In diesem tummelten sich Anzeichen von Leben. Hinweise zur jetzigen Zeitrechnung. Ein Mensch, in ein einziges Zimmer gebrannt. Ein Fremder könnte es vermögen, mich in wenigen Minuten hier drin gelesen zu haben, obwohl ich nie anwesend war. Macht die Summe meines Besitzes den Schatten meiner Existenz aus, oder ist es mehr ein zeitlicher Abstrich einer dezidierten Lebensphase?

Irgendetwas muss gewesen sein, dass mich in diesem Ort stehen ließ. Keine Notdurft. Kein Hunger. Kein Durst. Kein Verlangen nach einem Objekt. Die niederen Instinkte abgedeckt. Es muss mehr gewesen sein. Synapsen sprangen, Kataloge umgeschlagen, Gedanken gefasst. Die Tür, ich erinnere mich. Das hohle Hämmern. Es erschien mir schon höhnisch entgegen geschallt zu sein. Nun war es wieder still. Ungewöhnlich entschlossen jedoch war nun der Griff zu Türklinke.

Doch umso zaghafter wurde die Klinke nach unten gedrückt, um dem trägen Schließmechanismus entgegen zu wirken. Der Flur stand leer. Nur wenige Dinge hatten sich verändert, seit mein letzter Blick musternd über diesen schweifte. Kein Anzeichen eines Täters. Fast enttäuscht, doch mehr beglückt darüber, mit niemandem Kontakt aufnehmen zu müssen schloss ich, mich noch einmal mit einem schnellem Blick versichernd, die Tür hinter mir zu. Das Klacken des Schlosses war wie das Geräusch von Freiheit. Dabei hatte ich mich nur erneut wieder eingesperrt. Im Sessel. Da, wo Gewohnheit eingesessen war, vergruben mich die Gedanken erneut. 

Papier im Mund

In meinem Mund pappt ein Stück zusammen geknülltes Papier. Bei dem Versuch es zu verspeisen, klebte es nur hartnäckig an meiner Zunge fest. Es waren die letzten Zeilen, die ich verfassen wollte. Nun brennen sie sich tief in meinen Gaumen. Würden Wörter schmecken können, sie schmeckten doch nur irgendwie fad und langweilig. 

Selbst das Ausspucken funktioniert nicht. Ich bin dehydriert. Meine Haut juckt und ist rissig. Das faule Fleisch kann nicht zu einer koordinierten Bewegung erzwungen werden. Meine Hand fährt nicht nach meinem Willen. Der Papierklumpen steckt weiterhin in meinem Mund fest. 

Es sollte ein weiteres Anzeichen erster Resignation sein als ich versuchte das Atmen einzustellen. Wenn alles nicht mehr will, wieso nicht auch die letzte Instanz. Das es scheitern würde, war klar. Doch konnte ich wenigstens meinen Willen noch einmal begutachten. Ich strengte mich sehr an. Probierte mich vom Gedanken des Atmens zu befreien. 

Konzentriere dich. Du und das Papier im Mund. Wie seine seichten Fasern immer tiefer zwischen die Poren deiner Zunge dringen. Sich aufsaugt vom letzten bisschen Wasser in dir. Lass los. Hör auf zu denken. 

Ein starkes Husten gepaart mit stärkerem Brechreiz riss das Stück Papier aus meinem Mund. Atmen. Nochmal. Und wieder. Zwischen dem Husten und der Reanimation meiner Lebensfunktionen glitt das Papier zwischen meine Beine und sank seicht zwischen meine Füße. 

Mit einem nacktem Bein stellte ich mich seicht auf das zerknüllte Papier und begann mich langsam damit zu massieren. Leider kitzelte das Abenteuer zu sehr, sodass ich schnell von dieser unmotivierten Idee abließ. Ich hob den Klumpen wieder auf, betrachtete es in meiner Hand und steckte es mir zurück in den Mund. Es schmeckte nun anders. 

Schneckenkuss

aseasonforpeaches:

Du fliegst wie tote Wunden über Äste aus Pflastern, aber du wirst dich niemals fallen lassen können, noch kannst du an einer Stelle verweilen, und du wirst dir niemals bewusst machen können, dass dein klopfendes Herz nicht zu wimmern aufhört,  denn du musst es erst zum Ende tragen und dann muss ich es neu starten.

Falls ihr meine Schreiberei mal in Feminin haben wollt, diese Frau vermag noch besser mit Worten umzugehen als ich. 

Es winkt

Es muss Winter gewesen sein. Jedenfalls lag Schnee unruhig zerbrochen auf dem Gehweg. Wich nicht aus, kam man ihm zu nah. In dieser Zeit hing ich mein Herz in die Leere, schaltete den Kopf aus. 

Irgendetwas trieb mich mehr und mehr hinaus. Windete sich um mich, vernebelte mir meine Gedanken und lotste mich in eine trostlosere Gegend als die, die ich bereits kannte.

Während des Weges wurde nicht viel zu einander gesprochen. Zu verwirrt von der Situation blieben wir erst einmal nur sitzen. Wenig später ein warmes Bett, warmer Körper. Endlose Nacht. Vertreibe den Schlaf, damit all die Erinnerungen später noch bei mir bleiben werden.

Ein tauber Morgen, erste Zweifel wachsen über sich hinaus. Wir bleiben sitzen, es wird wieder nicht viel geredet. Zwischen Reue und Glück kann nichts gescheites wachsen. Doch ich goss so viel ich konnte.

Irgendein fremdartiges Gefühl im Magen. Panzer bricht auf, Wände reißen ein. Emotion guckt raus. Blicke zurück. Es winkt, ich blicke weg. Wenige Tage wieder bei ihr. Alles wie vertraut, später der Duft von bewegten Körpern. Was bleibt ist eine fade Erinnerung. Kein Gefühl mehr im Bauch. 


Mitwisser

An einer kleinen Ecke, in einem kleinen Dorf,
kannte niemand genau die Geschichte, aber jeder den Ort. 
Es war erst bei Tages Anbruch, als die letzten Schreie schwiegen.
Irgendwo hinter dem Wald des Dorfes muss ein Geheimnis liegen.

In diesem Dorf kannten sie sich alle bei ihrem Namen,
doch schwiegen nur zu oft über das, was sie Abends vernahmen.
Denn wenn niemand spricht, ist es nie wirklich passiert.
Doch jeder wusste, es ist nicht gut, wenn man es nur ignoriert.

An manchen Tagen war es neblig in jeder Straße.
Doch das Wetter kam für dieses Phänomen nie in Frage.
Denn aus Türmen krochen schwer schwarze Flocken.
In jenen Herzen hörte man nie mehr ein wimmerndes Pochen.

Das Kreuz der Kirche, es fiel ihnen beim Frühstück in die Hand. 
Etwas vor den Türen kam, schreiend, verärgert, wutentbrannt. 
Es waren junge Soldaten, mit leeren Augen, aber Herz in der Brust.
Sie schlugen Türen ein, Dorfbewohner standen nur verdutzt.

Sie schrien, zeigten immer zu auf dem Weg am Waldesrand.
Ihnen war nun klar, das man wohl schon ihr kleines Geheimnis fand.
Es war kein langer Marsch, doch für einige zu lang.
Es war dann ein großer Schock, als man dann am Lager stand.

Konsum

Eingekult in der Couch, so sitz ich da. Nicht zurecht gemacht, aber gerade passend um so zu sein. Der Fernseher lief im Dauer-Loop vor meinem geistigem Leerlauf. Ich weiß nicht mehr, ob ich zappte, oder mich die Werbung das laufende Programm stetig nur vergessen ließ. Die Bilder rieselten unaufhörlich auf mich ein. Woben ein düstres Netz hinter mir an die Wohnzimmerwand. Einem Acid-Trip gleich schwommen die Bilder von einer Ecke zur der Anderen. Mal schwarzweiße Lieblingsformen, dann skurriles Durcheinander. Mal in Bunt mit Ton, dann vergas ich es schon wieder. 

Manchmal streckte ich meine Hände vor mir aus. Griff in das bunte Wuseln, doch fasste nichts. Dann schloss ich die Hände und fühlte mich. Seit einiger Zeit lag ich nun. Mal die Decke über meinem Kopf gestülpt, einer der nichts ahnt von der Welt. Dann quetschte ich die Decke zwischen meine Beine, presste beide fest zusammen. Fühlte den Druck im Körper, mein Blick fiel dabei starr in die Röhre. Ein Mann der spricht. Er will mir was verkaufen. Ein Wald, ein Auto, mehr kaufen. Buttermesser-Set und ein ganzes Zigaretten-Lifestyle gaben sich vor meinen blassen Augen die Klinke in die Hand. 

War ich das, was sich da vor mir abbildete, oder wollte das im Fernsehen, dass ich werde, was dort ist? Waren Freunde für mich nur noch ein aufgepimpter, Alkohol und Zigaretten konsumierender, flachgezeichneter Block aus lachenden Gesichtern und ahnungslosen Gesten? Stellte ich mir im Leben nicht manchmal die perfekten Dialoge vor? “Hey, du hier”, mit meinem smartestem Lächeln, unübertreffbar, unwiderstehlich. Ja, ich hab sie, die Frau, ja, ich hab es, das actionreiche Leben, wenn ich nur gespannt weiter gucke. Wenn ich mich nur tiefer und immer weiter berieseln lasse. Wenn meine Körperfunktionen immer weiter gen Null fallen. Der Kopf ausgehüllt. Nur noch Platz für das Bild. Der perfekte Tag, nur nicht in meinem Leben. 

Mit jedem Umschalten auf einen neuen Sender, verändert sich mein Leben schlagartig. Nicht ein Leben, ich habe mehr als hundert Kanäle. Alle füllen sie mich neu aus. Hier kann ich alles haben, wenn ich nur wollte. Wenn ich nur wüsste wie. Doch die Antworten stecken sicher hinter all dem. Dem buntem Gewusel. Eintracht, Vielfalt. Was ist es, was mich da fühlen lässt? Ist es der Protagonist, oder bin ich es? Alles verschmilzt. Ich gebe auf, sinke tiefer und tiefer hinein. Zappe noch einmal. 

Es ist Krieg. Die Salven schießen seit einigen Minuten scharf über den Vorsprung, unter dem wir unsere Köpfe dicht an dicht gepresst halten, als eine Explosion im Graben neben uns drei unserer Kameraden in dutzende Teile zerfetzt. Dreck und Erde schleudert uns entgegen. Das seichte rieseln von Kieseln, die von oben herab prasseln, klingen beinahe nach friedlichem Regen in einer Sommernacht. Was aus einem Menschen bleibt, wenn er explodiert, ist so befremdlich. Es ist so anders, wenn das Blut des Freundes in den eigenen Haaren klebt. Jemand schreit. Einer hat es überlebt. Beide Beine weg. Wir können nicht dorthin. Es zerreißt mich, diese Schreie zu hören. Dann wieder. Ein Donnern, pfeifen, zischen. Wir liegen unter Mörserbeschuss. Keine Chance, wenn wir noch länger hier bleiben. Ich greife zum Gewehr, lade es durch. Steige auf, laufe, laufe. Warum bin ich so allein?

Ein kurzes Nicken, meine Augen springen auf. Der Abspann des Filmes. Ich hab alles verpasst. Doch in mir tobt unterbewusst noch immer Krieg. Werbung läuft, die erlöst. Sie macht mich wieder vergessen von dem, was ich sah, was ich träumte, was ich bin. Eine Romanze wimmert im Fernsehen, ich bin zu gefühlsblind für so etwas. Ob ich all meine Vorstellungen von Liebe nur aus dem Fernseher kenne? Wieviel Erwartungshaltung hat der Konsum von schlechten Fernsehscripten schon in meiner Kindszeit in mich hinein gepresst. Erwartungen, die unerfüllbar bleiben müssen, weil die Inszenierte Handlung nie und nimmer real sein können. Schicksalsfügungen in weniger als zwei Stunden Laufzeit. Ich warte schon seit Ewigkeiten auf die perfekte Eine. Und ist dieses Warten nicht allein das Dilemma des Lebens geworden, dass wir durch immer schnelleres zutun eliminieren wollen?

Meine Aufmerksamkeit wird unterbrochen. Nachrichten. Sie hämmern in meine Aufmerksamkeit. Wieder achtzig Tote an einem Ort, an dem ich nie sein werde. Wieder Chaos und Zerstörung. Dann erhöhte Preise bei einem Bahnunternehmen. Menschen, die sich entrüstet zeigen. Gefolgt vom Wetter und abschließend eine Nachricht von einem süßem Zoobewohner. Wie leicht wir doch vergessen, dass Zoos auch nur ein Teil der Unterhaltungsmechanismen unserer Welt sind. Ein kleiner Schaukasten der Welt, die wir so nie erfahren werden. 

Was hält mich hier so fest. Eingeknotet in dieser Decke. Was lässt mich pausenlos all die Dinge tun, die nichts tun, außer mich irgendetwas machen zu lassen? Die Werbung reißt mich aus den Gedanken. Wie angenehm diese Leere hier ist. Alles rauscht an mir vorbei. Die Zeit geht um. Ich kann nun wieder schlafen gehen. Morgen läuft ein neuer Film. Ich will ihn unbedingt sehen. Vorher checke ich noch die Nachrichten online. Dann ein Klick zu den fun-Seiten. Ich scrolle durch die Bilder und lache nicht. Es ist bald 5 Uhr morgens. Ich sollte schlafen, für den nächsten Tag. 

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